Totaler Kursverlust

Totaler Kursverlust

Alles war geplant, Abfahrt von La Palma Mitte April. Matthias wollte mit seiner Tochter Richtung Mittelmeer, mein Flug nach Deutschland war gebucht – und von dort wollte ich dann, je nachdem wo Matthias gelandet war, hinterher fliegen. Ein paar Sachen waren noch auf der Finca zu erledigen. Matthias und seine Tochter fuhren los…. und kamen nach weniger als 24 Stunden zurück… die richtige Entscheidung bei wild hackender Kreuzsee und wegen Seekrankheit bedingtem Totalausfall der Hälfte der Crew. Wir verbrachten dann noch einige relaxte Tage auf La Palma, und genossen das Häuschen , eben Pura Vida. Unsere Freunde von der SY Annamera kamen nach einem Unfall zur „Kur“ und nutzten die Zeit, ein wunderschönes Video von der Finca zu drehen.

https://m.youtube.com/watch?v=_ELysb3sG38

http://annamera.de/

Immer mit einem Auge auf Wetter und Zeit, entschieden wir uns schweren Herzens, das Mittelmeer zu vergessen und Richtung Azoren aufzubrechen.

Am 21.05. legten wir ab und nach 105 Stunden und 640 Meilen, gemütlichem Atlantiksegeln, kamen wir auf Santa Maria an. Wir hatten eine genussvolle Überfahrt mit gutem Segelwind und unser „blaues Wunder“ kam auch endlich wieder zum Einsatz. Ein paar Delphine und zahllose portugiesischen Galeeren, sehr giftigen Quallen, die im leuchtenden Pink zu tausenden, über das Wasser segeln, begleiteten uns.

Kurz vor Vila do Porto auf Santa Maria funken wir die Marina an, keine Antwort, na gut dann eben ohne Anmeldung. Der Hafen ist so gut wie leer, wir suchen uns ein schönes Plätzchen aus und kommen an. Im Hafen wir ein neuer Jetski leidenschaftlich getestet, wahrscheinlich vom Chefe de Port – da hat man natürlich keine Zeit an die Funke zu gehen. Zu unserer Freude arbeitet jedoch in der Hafenbar immerhin jemand – wir hatten fast vergessen wie gut das portugiesische Superbock schmeckt.

Am nächsten Morgen leisten wir gedanklich Abbitte. Der Hafenmeister Armando, der im Übrigen nicht der Jetskifahrer vom Vortag war, empfängt uns herzlich. Er gibt uns Tipps, erzählt uns von seiner Insel und seinem Hafen und organisiert den Laden perfekt. Es kommen immer mehr Boote rein, auch aus Tazacorte… am nächsten Morgen macht Armando Ordnung – nett und doch bestimmt, organisiert er eine ganze Reihe von Booten um, die kleinen nach hinten, die grossen nach vorn, Zack Zack, da schon mal ne Leine losgeworfen, dort noch Anweisungen gegeben und innerhalb einer halben Stunde herrscht wieder Ordnung in seiner Marina.

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