Silves

Silves wir kommen

Wir verlassen Faro und segeln mal wieder ostwärts. Vor Portimão wollen wir erneut ankern und unser großes Ziel ist Silves.

Wir haben schon viel von dem kleinen Ort mit seinem Kastell, welches weithin zu sehen ist, gehört. Hatten wir früher noch überlegt, einen Mietwagen zu nehmen, um dorthin zu fahren – hat sich das nun seit dem neuen Aussenborder erledigt. 8 Seemeilen, pah – das schaffen wir per Beiboot.

Wir starten und fahren den Rio Arade hinauf, unter riesigen Brücken hindurch immer weiter, der Fluss wird immer schmaler, die Landschaft verzaubert. Unzählige Wasservögel und Störche werden von uns aufgescheucht, Fische springen vor uns Salti, wir sind in einer verwunschenen Gegend, ganz allein.

Vorbei am Club Nautico von Silves (schon seltsam, so ein Club Nautico, ohne Boot, ohne Hafen, mitten in der Pampa an einem kleinen Fluss – auf dem Rückweg ist später ein Bierstopp geplant).

Nach der nächsten Flussbiegung taucht wie aus dem Nichts Silves, die frühere Hauptstadt der Algarve, auf. In Silves angekommen, machen wir das Beiboot fest und erkunden die ruhige, friedliche Stadt, mit ihrer großen Festung, der gotischen Kathedrale, wir durchstreifen die malerischen Gassen mit den gepflasterten Straßen und geben uns dem portugiesischem Flair und dem bedächtigen Lebensrhythmus hin.

Irgendwann müssen wir dann trotzdem zurück zum Boot – und der Club Nautico wartet ja auch noch auf uns. Vorerst erwartet uns jedoch eine trockene Überraschung. Wo vorhin noch der Fluss war, ist nun nix mehr da – naja, Schlamm und unser Boot immerhin – aber auf dem Trockenen. Also Warten auf die Flut, und 90 Minuten und zwei Bier später, können wir dann auch wieder fahren.

Der Club Nautico entpuppt sich als wahre Oase. Wir sitzen, schauen aufs Wasser, beobachten die Natur und entschließen uns, hier im Nirgendwo eine wunderbare Cataplana zu essen – der Ort ist zu schön, um nur eine kurze Durchgangsstation zu sein. Die Besitzer sind herzlich, der Chef lässt mich in seine Küche und lässt mich alles mögliche probieren und verrät mir seine Rezepte. Irgendwann müssen wir uns dann doch losreißen, bevor wir hier komplett versumpfen, und diesmal war das nicht auf die Ebbe bezogen.

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