Faro – Zeit für Störche

Faro – Zeit für Störche

Nachdem wir von Lagos nach Alvor unglaubliche 4 ! Seemeilen gefahren sind, wollten wir dies nun toppen. Auf geht es nach Faro. Vorbei an einer wunderschönen Küstenlinie – weiße Sandstrände sind von rotgoldenen Felsen durchbrochen – segeln wir Richtung Osten.

Nach 40 Meilen Leichtwindsegeln motoren wir durch die Einfahrt in die Lagune am Cabo de Santa Maria. Wir sind etwas früh dran, zwei Stunden nach Niedrigwasser.

Wir schlängeln uns entlang der Bojen, das Fahrwasser ist gut betonnt, nach 4 Meilen haben wir schon einige Ankerlieger hinter uns gelassen und fahren immer tiefer in die Lagunenlandschaft hinein. Die Betonnung hört auf, es wird verwirrend. Der Ankerplatz liegt am Zusammenfluss vier verschiedener Kanäle.

Ein paar Meter zu weit Backbord – und es passiert uns schon wieder.

Wir spielen ein bisschen bei der WM mit, die besten Spieler dürfen auf die Bank, aber Matthias gibt beherzt Gas und wir rutschen gekonnt ins tiefe Wasser zurück. (Während Matthias verdammt cool bleibt – mache ich mir fast in die Hosen, jedesmal wenn das Echolot unter 3 Meter anzeigt. Einzig allein das Wissen, dass ja die Flut erst noch kommt, hält mich davon ab, die Nerven zu verlieren.)

Einige Tage später beobachten wir ein Segelboot, dass an der selben Bank/ Hürde scheitert, nur eben bei Ebbe – der musste dann 8 Stunden „auf der Backe“ ausharren, kein schöner Gedanke.

(Für alle die auch hierher wollen: von Boje 21 zu 22 einen beherzten Bogen nach Steuerbord fahren, die Karten sind nicht korrekt, die Sandbank hat sich weiter nach Südost verlagert, oder einfach abwarten bis das Wasser höher ist)

Jedenfalls werfen wir in der Nähe der Boje 21 den Anker, direkt neben einem Schweden, ob das ein gutes Omen für die nächsten Fussballtage ist wird sich noch zeigen.

Mit dem Dinghi finden wir einen Weg in die Marina, die ausschließlich für kleinere Boote geeignet ist, und machen uns auf ins Städtchen, nicht auf Erkundungstour diesmal, wir wollen nur schnellstmöglich einen Fernseher für das Spiel Deutschland:Mexiko finden. In einem kleinen Familienrestaurant erspähen wir einen Bildschirm, ein Stuhl steht vor der Tür und versperrt uns den Zutritt, vor dem Restaurant sitzen drei Damen in der Sonne und trinken genüsslich Wein – leider geschlossen – „och 😦 , wir wollen doch nur Fußball kucken“ Ach so, na dann – wir dürfen rein, Stühle werden uns zurecht gerückt, eiskaltes Bier wird ausgeschenkt und innerhalb eines Spieles, haben wir eine neue Familie gefunden. Einige Drinks und eine Niederlage später, werden wir zum nächsten Portugalspiel mit Seafood-Gelage und Familienfeier eingeladen.

Am nächsten Tag nehmen wir uns dann viel Zeit für die Stadt Faro und sind begeistert.

Ein gemütliches Städtchen, die Touristen verlagern sich an die Strände der Ilha Deserta und Ilha Culatra. In Faro geht es in alten Gassen sehr beschaulich zu, es gibt schöne Plätze, tolle Restaurants und eine kleine Promenade vor der Marina. Auf dem großen Platz dahinter, gibt es eine Riesenleinwand für Public Viewing, hierher wollen wir dann zum nächsten Deutschlandspiel kommen.

Die Ruhe in der Stadt wird nur vom Storchengeklapper unterbrochen, überall kann man sie hören und sehen.

Unser Revierführer-Autor Buchanan überzeugt uns ja nicht wirklich mit seinen Beschreibungen von Ankerplätzen und Häfen, aber als Ornithologe hat er echt was drauf, wenn jedes zweite Wort „stork“ ist, dann kann man sich auch wirklich drauf verlassen, Störche zu sehen. Auch die Stadt Faro scheint er tatsächlich selbst bereist zu haben. In Faro sind die Störche genau an den selben Stellen wie auf seinen Fotos!

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