Der Osten Fuerteventuras- nichts Beeindruckendes ausser der Küche

Der Osten Fuerteventuras – nichts Beeindruckendes außer der Küche

Wir nehmen Abschied von Lobos. So schön es hier auch war, aber zwei schaukelige Nächte reichen aus, und wir segeln nach Puerto del Rosario. Die unspektakuläre Inselhauptstadt hat weder eine wirkliche Marina noch irgendetwas Sehenswertes zu bieten. Der Ankerplatz jedoch ist sicher wie Abrahams Schoß. Auf unserem Landgang entdecken wir das erste (öffentliche) Geheimnis der Stadt: El Bounty del Muelle. Anders als auf dem namensgebenden Schiff gibt es in dieser Tapas-Bar keinerlei Grund zum meutern. Alles ist zwar einfach, aber hausgemacht und schmeckt vorzüglich. Wir geben uns der Völlerei hin. Schließlich haben wir uns mittlerweile an die spanischen Siesta-Zeiten angepasst und essen unsere Hauptmahlzeit am späteren Nachmittag. Tags darauf checken wir ausnahmsweise mal wieder den Tripadviser, obwohl er uns in der Vergangenheit mehrfach fehlgeleitet hatte. Die Bounty war hier auf Platz zwei, da kann man auch mal den Spitzenreiter wagen. Im Restaurant waren fast ausschließlich Einheimische und wir hatten Glück, dass noch zwei Plätze frei waren. Wir haben ja schon zweimal (in Marbella und Arrecife) das große seltene Vergnügen gehabt, von der guten spanischen Küche zu kosten und wir haben dadurch geahnt, dass es sie doch ganz versteckt gibt. Und hier, in dieser unscheinbaren, von Touristen gemiedenen Stadt, haben wir unsere kulinarische Hitliste ganz oben erweitert. Frische Zutaten, mit Liebe gekocht, mit Herzlichkeit serviert, schön fürs Auge und ein Highlight für den Gaumen. Wir waren so begeistert und hatten solchen Spaß mal wieder richtig gut zu essen, dass wir uns entschieden, noch einen Tag länger zu bleiben, nur um den Rest der Speisekarte des „La Jaira de Demian“ zu probieren. Wir reservierten für den nächsten Tag einen Tisch für zwei. Daraus wurden dann vier, weil pünktlich zum Mittagessen Dörte und Felix am Ankerplatz aufkreuzten. Sie ließen sich leicht überzeugen, uns zu begleiten und so wurde das Essen noch leckerer. Geteilte Freude ist doppelte Freude.

Weiter ging es nach Gran Tarajal. Für uns eine große Überraschung, dass seit langem mal wieder unser Funkruf vom Hafen beantwortet wurde und wir sogar sofort von der sichtlich bemühten Security einen Platz zugewiesen bekamen. Wir gehen deshalb auch anstandshalber nicht näher darauf ein, dass der arme Security- Mann in einem zwei Quadratmeterkabuff zwischen Herren -und Damentoilette unter anderem auch unsere Anmeldung erledigen musste.

Zwei Nächte blieben wir hier und segelten dann weiter nach Morro Jable. Vor einem wunderschönen Strand, weit genug weg von dem überfülltem Touristenort, warfen wir unseren Anker. So schön der Strand auch war, der Schwell nervte und nach zwei unruhigen Nächten legten wir ab Richtung Gran Canaria.

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