Papagayo-Beach oder die Heimat des kleinen Trompeters

Papagayo-Beach oder die Heimat des kleinen Trompeters 
Wir verlassen den Hafen von Arrecife – back to the beaches und steuern den Papageien Strand an – angeblich ein Highlight von Lanzarote und wirklich – selbst für Strandmuffel sieht es hier aus wie im Paradies.

Wunderschönes Ankern, traumhafte Kulisse und nebenan ein Boot, wir nennen es mal „Nervtot“, dessen Eigner seit nunmehr drei wunderschönen Sonnenuntergängen plus minus zwei Stunden ein unbekanntes Instrument erlernt. Jeder Ton trifft … haarscharf daneben. Wenn der Wind ungünstig steht, hat man so richtig Pech. Wir rätseln jeden Abend wieder, was er da wohl auf welchem Instrument spielt? Wir schwanken zwischen Saxophon, Violine, und Mundharmonika und das Lied ist nicht erkennbar, weder für uns noch für Shazam. Erinnert etwas an die Schulweihnachtsfeiern, wo stolze Eltern den ersten Versuchen ihrer Sprösslinge auf der Geige entzückt lauschen, während jeder andere Zuhörer den Anschein erweckt, ganz ganz schlimme Zahnschmerzen zu haben. Heute wird ein neues Lied seit einer Stunde geprobt, hört sich an wie My Bonnie is over the Ocean, könnte aber genauso gut die französische Nationalhymne sein. 

Heute Mittag hatten wir den Hobbymusiker beobachtet, wie er an Land fuhr und haben noch ernsthaft überlegt, das Boot zu entern und das geheimnisvolle Instrument zu entwenden – unser Anstand verbot es, der Nachbar kennt keine Gnade und quält uns auch heute zum Sundowner. 



Wir vergammeln hier einige Tage, fahren an den wunderschönen Strand, beobachten Boote beim Ankern und Anker aufholen, entdecken schöne Strandrestaurants und verbringen ein paar angenehme Stunden mit der Crew der Festina Lente (Eile mit Weile – welch schöner Name für ein Segelboot!) 


Ansonsten ärgern wir uns doch ein bisschen über die Bürokratie gewisser Häfen – anrufen ist nicht, E-Mail mit Riesenformular, plus alle möglichen Anhänge mit Passkopie, Flaggenzertifikat etc. etc. und möglichst alles eine Ewigkeit vorher, Spontaneität bleibt auf der Strecke. Antworten auf die E-Mails ebenso und telefonisch ist auch niemand erreichbar.

(Falls Gleichgesinnte das lesen: es handelt sich ausschließlich um puertoscanarios, alle anderen Häfen machen nicht so ein Theater) 
Unweit entfernt die private Marina Rubicon, wo wir ein neues Crew Mitglied kaufen und mit an Bord nehmen. Willkommen Grilli! (das musste einfach sein, nachdem wir jetzt so Profi-Angler sind und eher grosse Fische rausholen, muss der Grill auch angemessen Platz bieten.

Ein Kommentar

  1. Ein Gruß an die See-Gang.
    Wo ihr recht habt, habt ihr recht obwohl der Strand nicht mein bevorzugtes Areal ist, könnte ich bei diesem Anblick auch die eine oder andere Stunde verweilen.
    Es wird ja immer behauptet es gäbe nichts perfektes und leider ist auch in diesem Fall der Wermutstropfen die eigene Spezies.
    Witzigerweise ist mein aktueller Aufenthaltsort das Negativ zur von euch geschilderten Situation.

    Grüße aus Müllrose

    Viel Spaß
    Markus

    PS:Ich hatte in der letzten Mail vergessen euch zu sagen, dass ich Whatsapp nicht nutze.

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