La Graciosa – eine Zeitreise

La Graciosa – eine Zeitreise
Travelling back in Time

Erstes Ziel auf den Kanaren – La Graciosa – wie gehabt, auf jeder neuen Insel, aller Anfang ist schwer. Hier wird es uns noch extra schwer gemacht, Hafen muss man weit im Voraus reservieren, Reservierung geht nur mit Genehmigung für die Insel, Genehmigung für die Insel bedarf eines Studiums, Ankern auch nur mit Genehmigung… wir haben gar nix! Wir sind auf La Graciosa – der Anmutigen gelandet. Schon bei der Anfahrt nimmt der Wind pro 10 Minuten ein Beaufort zu, glücklicherweise, beim Ankern- fast Windstille. Am nächsten Morgen werden wir vom Pfeifen des Windes geweckt, wir schaukeln umher und beten, dass der Anker hält. Ein Fischer in einer winzigen Nussschale nähert sich uns unter grösster Anstrengung und empfiehlt uns den Strand (playa de risc) auf der gegenüberliegenden Seite ( der eigentlich verboten ist, vielleicht wegen seines Namens?) , der schon zu Lanzarote gehört und der viel besser zum Ankern sei. Wir unternehmen einen kurzen erfolglosen Abstecher in den Hafen (voll gebucht und unglaublicher Schwell) und folgen dem Rat des Fischers. Hier liegen wir erstmal sicher. Zwar hämmern die Fallböen auf uns herunter, aber der Anker hält, der Wind ist kuschelig warm und jetzt kann man tatsächlich von Ankommen sprechen. Am nächsten Tag lässt der Wind nach, wir starten einen Nachbarschaftsbesuch bei der September (ein Katamaran, der schon in Gibraltar neben uns lag) und sind wieder einmal begeistert, welch nette, lustige Gleichgesinnte uns so über den Weg segeln. Noch ein kleiner Ausflug zum Strand und dann geht es zurück auf die andere Insel, nach La Graciosa in den faszinierenden Ort Caleta del Sebo. 



Hier ist die Zeit stehen geblieben, man fühlt sich wie in einer Filmkulisse, alles ist unwirklich und wir wandeln wie Statisten über die Sandstrassen – Asphalt hat es bis hierher noch nicht geschafft. 



Und weil es nachmittags so schön war treffen wir uns mit Hermann und Conny gleich noch hier zum Abendessen und feiern noch ein bisschen Connys Geburtstag, den schönen Ort, die Ankunft auf den Kanaren, unsere erste Atlantikerfahrung und das Leben überhaupt. 
Von diesem schönen Ort kann man sich nicht ohne einen zweiten Besuch verabschieden, wir bleiben noch einen Tag, wechseln an die Playa Francesa ( eigentlich nur mit Genehmigung erlaubt, aber der nette Hafenmeister hat mir dann doch erklärt, dass ein paar Nächte schon in Ordnung seien) und spazieren über Sand und Lava noch einmal in den kleinen Hafenort, der von einer anderen Welt zu sein scheint. 


Wenn man sich die Landschaft anschaut, weiss man nicht so recht, ob sich das überhaupt „Landschaft“ nennen darf, alle Ocker-Töne bis hin zu schwarz, kein Grün, kein Leben – eher eine Einöde und doch faszinierend. Ob nach einer gewissen Zeit vielleicht doch eher Trostlosigkeit denn Faszination überwiegt, werden wir noch herausfinden – spätestens aufs Lanzarote- unserem nächstes Ziel.

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