Märchenland

Märchenland
Cala Figuera – Wir sind in einer verwunschenen Bucht gelandet, in einem Hafen, wie aus einem französischen Feenmärchen. 

Der Ort beschaulich ruhig, die alten Fischerhäuser reichen ans Wasser und haben je einen Bootskeller. Wir essen Paella und lernen ein Paar kennen, dass schon seit 30 Jahren in der Nähe lebt. Sie kommen hier immer gegen 5 Uhr her, um von einem der vier ankommenden Fischerboote frischen Fisch zu kaufen. Da sind wir dabei und stauben drei Calamaris ab – alle anderen hunderte Kilos sind schon gebucht 😦 


Die Nacht nicht ganz so märchenhaft, obwohl in einer gefühlt 3 Meter breiten Bucht Matthias zauberhaft eingezirkerlt hatte, ( wie hatten einige Boote kommen und gehen sehen, wenige hatten für Sekunden den Anker geworfen und wieder aufgegeben, ein einziges hat sich bis an die Mole getraut- und musste dafür heftige Hafengebühr zahlen) war ziemlich schaukelig. Wir lassen es uns nicht nehmen und wandeln auch am darauffolgenden schwebend durch das Hafenstädtchen. 

Wir nehmen gegen Mittag Abschied und landen durch Zufall in einer, in keinem unserer 20 Jahre alten Hafenführer beschriebenen, Ankerbucht, in der man am liebsten singen würde: „In meiner Badewanne bin ich Kapitän“ Nahe dem Ort Puerto de Campos (Colonia de Sant Jordi) ist das Wasser gerade so flach dass man Ankern kann, die Farbe ist unbeschreiblich schlumpfblau ein paar Inseln und Ruhe in der ansonsten ziemlich kabbeligen See, abends fahren wir ins Städtchen, finden eine Schickimicki-Bar mit unseren Gillardeau- Austern, verbringen eine fantastisch ruhige Nacht und segeln weiter Richtung Cala Pi.


Der Wind, der zum Segeln fantastisch ist, verhindert jedoch das Bleiben in der Bucht, keine Chance: zu wellig, zu eng, zu schaukelig. Es geht weiter Richtung Port El Arenal, und wir entdecken ein ankerndes Segelboot, nicht mal wirklich in einer Bucht, aber es scheint ruhig zu liegen- durch das Fernglas erspähen wir etwas oberhalb eine Bar, dann mal hin, allemal besser als Hafen. Wir ankern und ein Regenguss erwischt uns eiskalt- aber nur kurz, wir werden mit traumhaftem Licht entschädigt. Das Segelschiff heißt Rafael Verdera und ist aus Pinienholz im Jahre 1841 in Ibiza erbaut. Es ist das älteste noch aktive Segelschiff der spanischen Flotte und es es ist schon ein Vergnügen die Kamera darauf zu halten. Die Beachbar wird noch ausgecheckt und hat fantastischen Wein, vom Blick gar nicht zu reden. Wir sind Glückskinder! Danke! Gracias!

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