Das 17. Bundesland

Das 17. Bundesland

Das Anlanden an der Costa de los Pinos hat unsere euphorische Balearenstimmung getrübt. Keine Buchten, keine Sonne, Regen, Welle, Wind – schnell weg, es kann nur besser werden.

Als nächstes bekommt Puerto Cristo eine Chance. Das Wetter ist immer noch durchwachsen, das Schiff schaukelt vor sich hin und wir erkunden die Stadt. Und sind beruhigt – auch auf Malle kann es nett sein. 



Und trotzdem fühlen wir uns noch ein wenig wie Fremdkörper. Hungrig am frühen Nachmittag in eine spanische Stadt zu gehen, ist an sich keine gute Idee. Die Lokale bieten normalerweise zwischen halb eins und halb vier und dann erst wieder ab halb neun was zu essen an. Matthias meint noch, „was glaubst du wohl was es um vier gibt? Wahrscheinlich Kaffee und Kuchen!“ 

Wir landen an und im ersten Lokal was wir sehen, steht gross „Kaffee und Kuchen“ kein Scherz. Wir essen eine Paella und kommen uns langsam schon total spanisch wie Einheimische vor. Von wegen Kaffee und Kuchen, wir essen spät Mittag.

Das Essen ist gut, die Stadt ist gemütlich, die Touristen halten sich in Grenzen, man spricht deutsch und zwar ausschliesslich- es gibt Schlimmeres!



Wir bleiben bis zum Abend und aus einer Strandbar mit Blick auf unser Boot, beobachten wir mit zunehmenden Unwohlsein die wüste Schaukelei unseres Zuhauses. Das Ankerlicht schwankt kreuz und quer. Zurück auf der Schaukel entschliessen wir uns dann doch uns in den Hafen zu schleichen. Nach einem Monat machen wir zum ersten Mal wieder an Land fest. Wir liegen gut, die Preise sind human, draussen geht der Punk ab und wir finden die Stadt immer sympathischer und bleiben noch ein bisschen länger.
Der nächste Stopp ist Porto Colom und wir studieren schon wieder Immobnanzeigen- soll heissen: wir haben wieder einmal ein Plätzchen für uns entdeckt, wo wir uns wohlfühlen. Mallorca passt, einige Vorurteile werden über Bord geworfen.


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